Odyssee. Kulturraum Mittelmeer

1. Vorbemerkung
2. Tage orientalischer Kulturen
3. Ort und Aktionen
4. Historischer Hintergrund
5. Themen
6. Träger
7. Kosten
8. Neues Veranstaltungsprojekt zum Kulturraum Mittelmeer
9. Das MuseumsInselFestival
10. Die Zielgruppe des Festivals

Odyssee 2005:
Damaskus – Cordoba
Tage orientalischer Kulturen

Vorbemerkung

Innerhalb des alljährlichen Berliner MuseumsInselFestivals soll ab 2005 ein neues Veranstaltungsprojekt „Odyssee“ als Festival im Festival begründet werden. „Odyssee“ wird sich entsprechend den archäologischen Schätzen auf der Museumsinsel dem Kulturraum des Mittelmeeres widmen. Ein Höhepunkt im 175ten Jahr Staatliche Museen zu Berlin wird der Umzug des Ägyptischen Museums mit seiner weltberühmten Nofretete als Kulturbotschafterin Ägyptens von Charlottenburg auf die Museumsinsel sein.

„Odyssee“ wird verschiedene thematische Fenster bieten.
2005 wird es ein Fest mit dem Titel „Damaskus – Cordoba. Tage orientalischer Kulturen“ sein.

Die Idee zu einem Orientalischen Fest entstand anlässlich einer sehr erfolgreichen fünftägigen Veranstaltungsreihe im Oktober 2004 zum 100. Geburtstag des Museums für Islamische Kunst im Pergamonmuseum auf der Museumsinsel (siehe Anlage).

Wir freuen uns, Ihnen unser diesjähriges Programm vorzustellen.

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Odyssee 2005:
Damaskus – Cordoba
Tage orientalischer Kulturen

Ein zehntägiges orientalisches Fest soll den Reichtum und die Vielfalt islamischer Kunst und Kultur erfahrbar machen. Das erklärte Ziel ist, dem Bild vom Islam, das doch sehr stark von den alltäglichen Gewaltmeldungen geprägt ist, die Haltung eines zu fördernden, aber auch zu fordernden gegenseitigen Respekts gegenüberzustellen.

Die orientalischen Festtage „Damaskus-Cordoba“ sind als ein Brückenschlag zu verstehen. Wir möchten sowohl der islamischen Bevölkerung gegenüber ein positives Zeichen setzen, als auch der eigenen, auf Unwissenheit basierenden Intoleranz entgegenwirken. Was könnte besser als Brücke geeignet sein, als der gemeinsame Genuss an islamischer Kunst und was einen besseren Anlass zur gegenseitigen Verständigung bieten, als eine Festlichkeit mit Themenschwerpunkten zur Geschichte der Verständigung zwischen Orient und Okzident.

Zeitraum:
Donnerstag, 1. September 2005 – Sonntag, 11. September 2005
(11 Tage)

Motto:
Wir wollen nicht nur das Verständnis zwischen den Kulturen fördern, sondern darüber hinaus gegenseitige Wertschätzung mutual respect, Toleranz und Akzeptanz erzeugen.

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Ort und Aktionen:
BERLINER MUSEUMSINSEL (Weltkulturerbe-Stätte)

(1) EHRENHOF, PERGAMONMUSEUM
Großer Orientalischer Basar mit einem kulturellen Programm (Musik,
Tanz, Theater, Lesungen, Schauvorführungen von Künstlern und
Handwerkern), mit Händlern und kulinarischen Angeboten

(2)MUSEUM FÜR ISLAMISCHE KUNST (Mschatta-Saal)
VORDERASIATISCHES MUSEUM (vor dem Ischtar-Tor)

Kulturelles Programm mit Konzerten, Führungen, Lesungen,
Vorträgen und Diskussionen

(3) VOR DER ALTEN NATIONALGALERIE
Filmvorführungen und Open-Air-Konzerte

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Historischer Hintergrund:
Damaskus und Cordoba, die Eckpunkte des ersten „islamischen Weltreichs“ repräsentieren die voneinander entferntesten Regionen der mediterranen Geografie. Niemals, seit der Zeit der Umaiyaden, kamen sich äußerster Westen und äußerster Osten, der Norden wie der Süden des Mittelmeer-Raumes näher.
Mit der Dynastie der Umaiyaden im 7.Jh. kehrte die weltliche Wirklichkeit in die legendäre Zeit der Offenbarung und der ersten vier rechtgeleiteten Kalife ein. Damaskus wurde zum Zentrum dieses weltoffenen Islam, dessen Macht sich bereits von Zentral-Asien bis an die Atlantikküste Nordafrikas erstreckte.

Auf dem Höhepunkt ihrer Entfaltung fällt das iberische Reich der Westgoten in den Machtbereich der Umaiyaden und dies zum Vorteil Andalusiens, das so zur geistigen und wirtschaftlichen Blüte einer führenden Zivilisation heranreift, und dies nicht nur in der islamischen, sondern auch in der europäischen Welt und sehr zum Vorteil der Umaiyaden, denn während sie in ihrer syrischen Heimat die Macht an die Abbasiden abtreten müssen, wird das umaiyadische Cordoba zum Kalifensitz, und es beginnt eine bisher unbekannte, beispielhaft fruchtbare Kultur gegenseitiger Wertschätzung unter den Religionen.

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Themen:
Innerhalb des umaiyadischen Themenkomplexes, der in den Exponaten des Museums für Islamische Kunst seine reichhaltige Entsprechung findet, lassen sich

· sämtliche islamischen Künste in ihrer frühen Entfaltung darstellen,
was zum Verstehen islamischer Kulturen deutlich beiträgt
· die gemeinsamen musikalischen Wurzeln von jüdisch-christlich-islamischer Liedmusik hörbar machen
· Beiträge erarbeiten, die zur friedlichen Handreichung gegenüber
der syrischen Kultur dienen und damit zum aktuellen politischen
Diskurs beitragen
· die Rolle der Juden im umaiyadischen Wissenschaftszentrum von Toledo kenntlich machen

Neben zahlreichen Veranstaltungen in der Ausstellung des Museums für Islamische Kunst vor den originalen Meisterwerken und der Alten Nationalgalerie verwandelt sich der Ehrenhof des Pergamonmuseums in einen orientalischen Basar mit beeindruckenden Beduinenzelten, Kulinarischem und Waren aus dem Orient. Ein vielfältiges Programm bietet traditionelle und moderne Musik (einschließlich große Open-Air Konzerte), Tanz, Theater, Lesungen, Podiumsdiskussionen …
Es sollen einerseits die Einflüsse in den verschiedenen Kulturen und Künsten verdeutlicht werden, andererseits reicht das Spektrum der Veranstaltungen von traditionellen bis hin zu populären Beiträgen.

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Träger:
Besucher-Dienste der Staatlichen Museen zu Berlin, Stiftung
Preußischer Kulturbesitz und
Museum & Location Veranstaltungsgesellschaft der Staatlichen Museen zu Berlin mbH

Programm:
Besucher-Dienste der Staatlichen Museen zu Berlin in Zusammenarbeit mit Piranha Events (Musik), Berliner Inselfilm GmbH (Lesungen, Filme) und weiteren Partnern

Produktion:
German Arts

Werbung und Öffentlichkeitsarbeit:
Jung von Matt, Dussmann, Wombat Media

Medienpartner:
rbb-Fernsehen, Radio EINS, Der Tagesspiegel, Zitty

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Kosten:
Die Kosten schätzen wir derzeit auf ca. 200.000 €.
(Programm, Organisation, Technik, Ausstattung, Werbung)

Finanzierung:
Das Fest soll sich zu einem Teil über Einnahmen (Eintrittsgelder,
Standmieten) finanzieren. Darüber hinaus sind Fördergelder und
die Gewinnung von Sponsoren nötig.

Wir suchen:
Sponsoren und Partner
Unternehmen, die am Thema interessiert sind (positives Image)
Botschaften und Stiftungen
FÜR: Geldspenden, Sachspenden, Kommunikation

Wir bieten:
erstklassige Location: Berliner Museumsinsel (Weltkulturerbe- Stätte)
Werbemöglichkeiten und Presse; Logo bzw. Anzeigen auf Werbematerialien (Plakate, Flyer …), Präsenz vor Ort, spezielle Angebote für Geschäftspartner nach Absprache (Sonderveranstaltungen, VIP-Empfänge … )

Werbemaßnahmen:
Plakat, Flyer, Postkarten, Werbung über Medienpartnerschaften
Werbung im Internet (eigenes Feature innerhalb der Website
MuseumsInselFestival, Verlinkung auf Partner-Websites

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Odyssee: Neues Veranstaltungsprojekt zum Kulturraum Mittelmeer

Es gilt aus Berliner Sicht Bezugspunkte zwischen uralten Traditionen und brandaktuellen politischen Verwirrungen zu schaffen: die Region, touristische Lieblingsdestination der Mehrheit der eingeborenen Berliner und zugleich Heimat der Mehrheit ausländischer Berliner, schöpft nicht nur aus besonders weit in die Geschichte zurückweisenden und reichen kulturellen Traditionen, sie steht mit ihren politischen Spannungen, religiösen Konflikten, nationalistischen Provokationen und verwüstenden Kriegen gegenwärtig auch auf tragische Weise im Brennpunkt der internationalen Öffentlichkeit. Der riesige Kulturraum des Mittelmeers ist wie keine andere Region der Erde geprägt von einer sehr bewegten, wechselhaften Geschichte. Die heutigen, von uns Mitteleuropäern als selbstverständlich empfundenen Staatsgrenzen existieren im südlichen und östlichen Mittelmeer sowie in Südosteuropa häufig kaum mehr als 100 Jahre. Seit der Antike und bis in die jüngste Zeit ist die unübersichtliche, große Region immer wieder wechselnden Dynastien und Herrschaftssystemen unterworfen gewesen: antike Griechen, Römer, Perser, Byzantiner, Araber, Osmanen, Islamisierung, europäischer Kolonialismus oder EU, - schon von jeher prallen in den mediterranen Gesellschaften die verschiedensten politischen, sozialen, religiösen und kulturellen Systeme und Traditionen aufeinander. Die Kulturen sind geprägt von gegenseitiger Beeinflussung.

Aus den geschichtlichen Verstrickungen resultieren Konflikte, aber auch eine immense Vielfalt regionaler Kulturen und Musiktraditionen. Gemeinsam erlebte politische und soziale Realitäten spiegelten sich schon immer individuell auf unterschiedlich ausgeprägte Schulen und Stilen. Auch heute, wo lange Traditionen und die Erfahrungen des modernen, urbanen Lebens Musiker der alten wie der neuen, der zuhause gebliebenen wie der emigrierten Generationen zu wiederum neuen Formen traditionsbewusster Kultur inspirieren, lässt das musikalische Kaleidoskop der Mittelmeerregion an unterschiedlichen Facetten kaum etwas zu wünschen übrig.

Odyssee – Mythos oder Realität? Wohin wird die Reise führen?
Festgemacht an den spärlichen Fakten des berühmten Epos Homers gibt es eine Unmenge von Theorien über ihren Verlauf. Im gesellschaftlich überhitzten Klima nach dem 11. September könnten es noch mehr werden. Es wird mit Vorliebe getrennt, wo es wichtiger wäre, Inseln der Toleranz zu schaffen. Politische Konflikte und kultureller Austausch dürfen einander nicht ausschließen. Das Musikprogramm der Odyssee wird die orientalischen-mediterranen Klangwelten auf der Bühne des MuseumsInselFestivals zusammen bringen und damit einen Diskurs wieder aufnehmen, der besonders mit Heimatklängefestival 1994 und dem Haus der Kulturen der Welt Mittelmeerfestival 1995/96 thematisiert wurde. Er ist aber aktueller denn je.

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Das MuseumsInselFestival
Mai bis September: Kino, Konzerte, Theater, Lesungen, Museen
www.museumsinselfestival.info

Die Begegnungen von Weltkultur und aktueller Live-Kultur finden 2005 bereits zum 6. Mal statt. Das Festival ist mit 5 Monaten Laufzeit von Mai bis September nicht nur "Das Längste Open Air der Welt", sondern gehört inzwischen mit seinen hochkarätigen und vielfältigen Angeboten zu den Markenzeichen des Berliner Sommers.Im Jahre 2000 ins Leben gerufen, um Fortschritte des Masterplans Museumsinsel zu kommunizieren, schlägt das Festival inzwischen kulturelle Brücken von der historischen zur neuen Mitte Berlins und bis nach Dahlem: Neben der Museumsinsel sind auch das Kulturforum Potsdamer Platz und die Museen Dahlem – Kunst und Kulturen der Welt Schauplätze von Open-Air-Veranstaltungen. Alle drei Museumsstandorte gehören zu den schönsten Open-Air-Spielstätten Berlins. Auch 2005 ist es wieder Ziel des Festivals, unter dem Motto "alle Künste ohne Ende" einem breiten Publikum hochkarätige Live-Kultur an kulturträchtigen Orten zu präsentieren. Programmlinien werden Ausstellungen und Zeitereignisse begleiten und der Vielfalt des Programms Konturen verleihen. Wo tagsüber weltberühmte Kunstschätze in die Museen locken, inspiriert der "Genius loci" am Abend künstlerische Darbietungen der Spitzenklasse und stiftet Allianzen zwischen Zeiten, Kulturen und künstlerischen Interpretationen. Das Berliner MuseumsInselFestival hat sich zur Aufgabe gemacht, ein zeitgemäßes Museumsimage zu vermitteln, in dem Museen gleichermaßen als Orte des Bewahrens und der Öffnung für neue, sich entwickelnde Kunst und Kulturereignisse erlebbar werden.

Jährlich haben bis zu 140.000 Besucher Kino, Konzerte, Theater, Lesungen und Hörspiele an den Stätten der Weltkultur erlebt. Mit jedem Festival-Ticket unterstützten die Besucher mit einem Euro Restaurierungsvorhaben auf der Museumsinsel. Als kleines Dankeschön erhalten sie auf ihr Festivalticket ermäßigten Eintritt in den ständigen Ausstellungen der Staatlichen Museen zu Berlin.

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Die Zielgruppe des Festivals
Das MuseumsInselFestival hat ein überwiegend hochgebildetes, junges Publikum zwischen 20 und 45 Jahren. Sowohl Studenten als auch gut verdienende kunst- und kulturinteressierte Berufstätige fühlen sich von den in sich sehr differenzierten und qualitativ hochwertigen Angeboten des Festivals angezogen. Bei einigen Veranstaltungen, z.B. des Kinoprogramms, aber auch bei ausgewählten Konzerten lag das Alter der Besucher im Bereich zwischen 16 und 25 Jahren.

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